Dieses Thema ist etwas ungewöhnlich für diese Plattform. Es stellt aber ein Produkt aus Osttirol vor – und es ist ein Thema, dass uns alle irgendwann vielleicht betrifft…..

Urnensäulen von  Leithoff

 

Sicherlich ist dies ein etwas ungewöhnlicher Beitrag für diese Plattform, auf der es in der Regel eher um kunstgewerbliche Gegenstände oder essbare Spezialitäten geht. Und trotzdem sind die Urnenstelen oder Urnensäulen auch etwas, das eben in Osttirol seinen Ursprung hat. Einen Beitrag zur Firma Leithoff finden Sie ebenfalls auf diesen Seiten. Da geht es aber um dekorative Artikel aus Glas, vielfach mit Wein gefüllt.

In diesem Beitrag stellt die Firma Leithoff ein Produkt vor, dass es sonst eigentlich nicht zu finden gibt. Deshalb auch der spezielle Artikel zu diesem Thema, dass uns alle – früher oder später – beschäftigen wird. Präsentiert in außergewöhnlichen Form.

Wenn uns ein geliebter, nahestehender Mensch verlässt…

erfüllt es uns mit Schmerz und unsagbarer Trauer. Wir haben als Hinterbliebene das Bedürfnis für unseren Verstorbenen eine würdige Grabstätte zu schaffen. Für die Beisetzung von Urnen bieten Urnensäulen eine Alternative zu Kolumbarien (Urnenwände). Dabei ist es wichtig, die Grabstätte des Verstorbenen auf eine persönliche Weise gestalten zu können.

Ursprung einer Feuerbestattung

Die Feuerbestattung ist weltweit eine der ältesten Bestattungsarten. Fast in allen Ländern wird diese Art der Bestattung praktiziert. In Österreich wurde das erste Krematorium 1922 in Wien gebaut. Mittlerweile gibt es mehr als ein Dutzend Krematorien im ganzen Land.

Warum Urnensäulen ?

Urnenstelen bzw. Säulen sind Gedenkstätte und Grabmal in einem. Die Urne bzw. die Aschenkapsel mit der Asche des Verstorbenen wird im Inneren der Säule oder bei biologisch abbaubaren Urnen auch im Erdreich unter der Säule beigesetzt.

Warum immer öfter die Urnensäule als Grabmal gewählt wird….

Schon seit vielen Jahren gibt es im deutschsprachigen Raum eine klare Tendenz zur Feuerbestattung. Während in Österreich mittlerweile etwa 50% die Feuerbestattung wählen, sind es in Deutschland bereits mehr als 65 % und in der Schweiz sogar schon an die 90 %.

Heutzutage sind die Menschen, was ihre Sesshaftigkeit anbelangt, wesentlich ungebundener und viel flexibler geworden. Das führt natürlich dazu, dass Familienmitglieder oft weit voneinander entfernt leben und man sich nur noch selten besuchen kann. So gibt es dann oft größere räumliche Distanzen zwischen dem eigenen Wohnort und der Grabstätte von Angehörigen. Eine regelmäßige Grabpflege ist in vielen Fällen gar nicht machbar.

Urnensäulen haben sich mittlerweile als Grabstätte etabliert. Nicht zuletzt dadurch, da viele Menschen Sammelgrabstätten wie Kolumbarien (Urnenwände) als Bestattungsmöglichkeit ablehnen. Die engen Platzverhältnisse stören die nötige Privatsphäre, um angemessene Trauerarbeit zu leisten. Bei Urnenstelen ist hingegen die notwendige Distanz zu den angrenzenden Grabstätten gegeben.

Urnensäulen gehören zu jenen Grabstätten, die in der Regel kaum einen Pflegeaufwand benötigen und dennoch ein sehr ansprechendes Bild ergeben.

Urnenhaine (Urnengärten)

Urnenhaine können verschiedenste Größen und Formen haben, je nach den Bedürfnissen oder Platzbedarf der Pfarre oder der Gemeinde.

Ein Urnenhain besteht aus Einzelgräbern, welche nach den Wünschen der Verstorbenen bzw. Angehörigen gestaltet werden können.  

Bestattungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Varianten Urnen beizusetzen:

– Beisetzung im Erdreich in einer Schmuckurne.

– Beisetzung der Aschekapsel direkt im Erdreich.

– Beisetzung der Aschekapsel bzw. der Schmuckurne in der Urnensäule

– Beisetzung der Schmuckurne in einer Urnenwand

– Beisetzung als biologisch abbaubare Urne (auch unterhalb der Urnensäule möglich)

– Beisetzung in einer Urnensäule im eigenen Garten

– Seebestattung

– Baumbestattung

– Luftbestattung

– Diamantbestattung

– ….

 Hier noch einige Beispile für die Urnensäulen

Gesetzliche Lage

Gesetzlich gesehen dürfen nur Verstorbene eingeäschert werden, die zu Lebzeiten diese Bestattungsart selbst gewählt haben. Sollte ein plötzlicher Tod eintreten und die Feuerbestattung wurde nicht durch den Verstorbenen selbst festgelegt, können die nächsten Angehörigen die Wahl selbst treffen. Die Verbrennung des Verstorbenen findet bei einer Feuerbestattung immer in einem Sarg statt, der speziell gekennzeichnet wird, um Verwechslungen zu vermeiden. Es befindet sich immer nur ein Sarg in der Einäscherungskammer des jeweiligen Krematoriums, um auch hier eine Verwechslung zu verhindern. Ist die Einäscherung abgeschlossen, wird die Asche des Toten in eine Aschekapsel gefüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.